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Sichtbarkeit & Vertrauen

Kundschaft über 65: Was Ihre Website leisten muss

Ältere Kundschaft recherchiert online, ist aber kaum über soziale Netzwerke erreichbar. Welche Prioritäten eine kleine Website daraus ableiten sollte – mit Zahlen der amtlichen Statistik.

14 Min. Lesezeit ZielgruppenBenutzerfreundlichkeitKontaktwege

Kurz und einfach erklärt

Ihre Kundschaft ist eher älter? Dieser Beitrag zeigt, worauf Ihre Website dann achten sollte.

Viele ältere Menschen suchen im Internet nach Angeboten. In sozialen Netzwerken sind aber nur wenige von ihnen.

Setzen Sie die Telefonnummer ganz oben auf die Startseite. Wer sie nicht findet, ruft woanders an.

Die Schrift soll groß genug sein und sich vergrößern lassen. Achten Sie auf guten Kontrast.

Halten Sie Formulare kurz. Für einen Rückruf reichen Name, Nummer und eine passende Zeit. Schreiben Sie Adresse und Anfahrt als Text auf die Seite. Unsere Starter-Website hat wenige Seiten.

Ein Sanitätshaus, eine Hörgeräteakustik, eine Fußpflege, eine Steuerhilfe für Rentnerinnen und Rentner, ein Handwerksbetrieb, der überwiegend im Bestand arbeitet: In all diesen Betrieben ist die Kundschaft im Schnitt deutlich älter als der Bevölkerungsdurchschnitt. Für die Website heißt das nicht, dass sie altmodisch aussehen müsste. Es heißt, dass andere Dinge zuerst kommen. Die amtliche Statistik liefert dafür eine belastbare Grundlage: Laut Statistischem Bundesamt suchten 2025 rund 65 Prozent der 65- bis 74-Jährigen im Netz nach Informationen über Waren und Dienstleistungen, aber nur 25 Prozent derselben Altersgruppe waren in sozialen Medien aktiv (Destatis, Erhebung zur IT-Nutzung 2025). Aus diesen beiden Zahlen ergibt sich eine Rechnung, die jede einzelne Entscheidung über Ihre Seite tragen kann – von der Reihenfolge auf der Startseite bis zur Länge des Formulars.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zielgruppe ist erreichbar: 2025 hatten nur 10 Prozent der 65- bis 74-Jährigen das Internet noch nie genutzt (Destatis, Zahl der Woche Nr. 09 vom 24.02.2026). Rund neun von zehn sind über eine Website ansprechbar.
  • Über Plattformen ist sie es kaum: 25 Prozent dieser Altersgruppe waren 2025 in sozialen Medien aktiv, gegenüber 59 Prozent aller 16- bis 74-Jährigen (Destatis, Pressemitteilung Nr. N014 vom 02.03.2026).
  • Die Rufnummer gehört in den ersten Bildschirmausschnitt der Startseite, nicht in die Fußzeile. Wer eine Nummer sucht und sie nicht findet, ruft nicht an – er ruft woanders an.
  • Schrift, Zeilenlänge und Kontrast sind keine Geschmacksfrage. Die Richtlinien des W3C nennen belastbare Werte: Text muss sich bis 200 Prozent vergrößern lassen, Tippziele sollen mindestens 24 mal 24 CSS-Pixel messen (W3C, WCAG 2.2).
  • Jedes zusätzliche Pflichtfeld im Formular kostet Anfragen. Für einen Rückruf genügen Name, Rufnummer und ein Zeitfenster – alles Weitere klärt das Telefonat schneller als ein Eingabefeld.

Online ja, Plattform nein

Die häufigste Fehlannahme in Betrieben mit älterer Kundschaft lautet: Die Leute sind nicht im Internet, also lohnt sich keine Seite. Die Erhebung zur IT-Nutzung des Statistischen Bundesamts sagt etwas anderes. 2025 hatten nur 10 Prozent der 65- bis 74-Jährigen das Internet noch nie genutzt, über alle Altersgruppen von 16 bis 74 Jahren waren es gut 3 Prozent (Destatis, Zahl der Woche Nr. 09 vom 24.02.2026). Wer diese Gruppe bedient, verliert sie also nicht an das Internet. Er verliert sie an denjenigen Betrieb, dessen Seite die Fragen beantwortet, die vor dem Anruf stehen. Das ist ein anderer Befund als der, den Eigene Website statt nur Social Media grundsätzlich beschreibt: Hier ist er für eine bestimmte Kundengruppe beziffert.

Was die Zahlen zeigen

In der Altersgruppe 65 bis 74 Jahre nutzten 2025 laut Statistischem Bundesamt 65 Prozent das Internet zur Suche nach Informationen über Waren und Dienstleistungen und 50 Prozent für Online-Banking, aber nur 25 Prozent für soziale Netzwerke (Destatis, Tabelle Internetaktivitäten von Personen nach Alter, Stand 23.09.2026). Über alle Altersgruppen hinweg liegt die Informationssuche bei 80 Prozent. Der Abstand zwischen Recherche und Plattformnutzung ist in keiner anderen Altersgruppe so deutlich – und genau dieser Abstand entscheidet darüber, wo Sie Ihre Zeit investieren.

Der Abstand schließt sich, aber langsam. Der Anteil der Nutzenden sozialer Medien stieg unter den 65- bis 74-Jährigen von 15 Prozent im Jahr 2021 auf 25 Prozent im Jahr 2025, bei den 55- bis 64-Jährigen von 29 auf 42 Prozent (Destatis, Pressemitteilung Nr. N014 vom 02.03.2026). Selbst in der Gruppe direkt vor dem Rentenalter bleibt damit die Mehrheit außerhalb der Plattformen. Und in der Altersgruppe 45 bis 64 Jahre – das sind häufig die Kinder Ihrer Kundschaft, die mitrecherchieren – lag die Teilnahme an sozialen Netzwerken bei 49 Prozent, während 80 Prozent online nach Waren und Dienstleistungen suchten (Destatis, Tabelle Internetaktivitäten von Personen nach Alter). Ein Plattformprofil ist damit nicht falsch, aber es trägt die Nachfrage nicht allein.

Auch der Anteil derjenigen, die noch nie online waren, sinkt Jahr für Jahr. 2024 lag er in der Altersgruppe 65 bis 74 Jahre noch bei rund einem Achtel, nämlich 12 Prozent (Destatis, Pressemitteilung Nr. N017 vom 10.04.2025); ein Jahr später waren es 10 Prozent. Über alle Altersgruppen ging der Anteil der Offliner binnen fünf Jahren von 6 Prozent im Jahr 2021 auf gut 3 Prozent zurück (Destatis, Zahl der Woche Nr. 09 vom 24.02.2026). Für Ihre Planung heißt das: Die Website ist für diese Kundschaft längst kein Nebenkanal mehr, sondern in vielen Fällen der erste Kontakt. Der Anruf kommt danach – wenn die Seite ihn möglich macht.

Die Rufnummer gehört nach oben

Auf den meisten Websites kleiner Betriebe steht die Telefonnummer an drei Stellen: in der Fußzeile, auf der Kontaktseite und im Impressum. Bei jüngerer Kundschaft fällt das nicht auf, weil sie zum Formular greift. Bei älterer Kundschaft fällt es sofort auf, denn hier ist der Anruf der Normalfall und nicht die Ausnahme. Wer im Handwerk arbeitet, kennt diesen Effekt aus dem Tagesgeschäft – die Seite Website für Handwerk zeigt, wie eine Startseite aussieht, deren erstes Element ein Kontaktweg ist und nicht ein Stimmungsbild.

  1. Die Rufnummer steht im ersten Bildschirmausschnitt der Startseite, in der Größe einer Überschrift und als Text, nicht als Grafik.
  2. Sie ist als Telefonlink hinterlegt, damit auf dem Smartphone ein Fingertipp genügt und niemand eine Ziffernfolge abschreiben muss.
  3. Direkt daneben stehen die Zeiten, zu denen tatsächlich jemand abnimmt. Eine Nummer ohne Zeiten erzeugt einen Fehlversuch und danach keinen zweiten.
  4. Ist niemand erreichbar, steht dort, was stattdessen gilt: Anrufbeantworter, Rückrufformular oder eine zweite Nummer für dringende Fälle.
  5. Auf jeder Unterseite wiederholt sich die Nummer am Ende des Inhalts – nicht erst in der Fußzeile unterhalb der Rechtstexte.

Diese fünf Punkte kosten keinen zusätzlichen Programmieraufwand, sondern eine Entscheidung über die Reihenfolge. Sie sind auch keine Sonderregel für ältere Zielgruppen: In Arztpraxen gilt dasselbe, wie der Beitrag zur Praxis-Website für Ärzte beschreibt. Der Unterschied besteht darin, dass es bei überwiegend älterer Kundschaft keine zweite Gruppe gibt, die den Umweg über das Formular nimmt und die Lücke ausgleicht.

Die Probe mit dem ausgestreckten Arm

Halten Sie das Smartphone so weit von sich weg, wie es jemand mit Lesebrille tut, und öffnen Sie Ihre Startseite. Wenn Sie die Rufnummer in dieser Haltung nicht lesen können, ohne zu zoomen und ohne zu scrollen, ist sie für einen erheblichen Teil Ihrer Kundschaft nicht vorhanden. Diese Probe dauert zehn Sekunden, kostet nichts und ersetzt jede Diskussion über Schriftgrößen im Entwurf.

Lesbar ohne Zoom: Schrift, Zeile, Kontrast

Lesbarkeit ist messbar, und zwar seit Jahren nach denselben Kriterien. Die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte des W3C verlangen unter anderem, dass sich Text ohne Hilfsmittel bis 200 Prozent vergrößern lässt, ohne dass Inhalt oder Funktion verloren gehen, und dass das Kontrastverhältnis zwischen Text und Hintergrund mindestens 4,5:1 beträgt (W3C, WCAG 2.2). Ob für Sie darüber hinaus eine gesetzliche Pflicht besteht, ist eine eigene Frage – dazu klärt Barrierefreie Website: Gilt das BFSG für Kleinbetriebe? den Anwendungsbereich. Für eine Kundschaft über 65 sind diese Werte ohnehin die Untergrenze und nicht das Ziel.

Grundschrift ab 18 Pixel

Was auf einem großen Bildschirm elegant wirkt, ist auf einem fünf Jahre alten Tablet zu klein. 18 bis 20 Pixel im Fließtext sind hier ein Startwert, keine Ausnahme.

Zeilen unter 80 Zeichen

Eine Textspalte über die volle Bildschirmbreite verliert den Leser am Zeilenende. Eine begrenzte Spaltenbreite kostet nichts und hält den Blick in der Spur.

Kontrast über der Grenze

Graue Schrift auf hellgrauem Grund erreicht selten 4,5:1. Dunkler Text auf hellem Grund wirkt unmodern und funktioniert – auch bei Sonnenlicht auf dem Balkon.

Tippziele mit Abstand

Mindestens 24 mal 24 CSS-Pixel je Schaltfläche und zwischen zwei Zielen genug Luft. Zwei Links direkt untereinander sind auf dem Touchscreen ein Ratespiel.

Kurze Sätze statt Fachworte

Verständlichkeit ist Textarbeit, keine Technik. Ein Gedanke je Satz, keine Abkürzung ohne Auflösung und keine englische Überschrift über einem deutschen Absatz.

Bilder mit Aussage

Ein Foto der Ladentür hilft beim Wiedererkennen, ein Stimmungsbild aus der Bilddatenbank nicht. Wer den Eingang kennt, findet ihn auch beim ersten Besuch.

Zur Lesbarkeit gehört die Ladezeit, auch wenn das auf den ersten Blick nicht zusammengehört. Ältere Kundschaft ist häufiger mit älteren Geräten und in Gegenden mit schwächerer Mobilfunkabdeckung unterwegs. Eine Seite, die erst nach mehreren Sekunden Text zeigt, wird nicht bewertet, sondern verlassen. Was dagegen hilft, steht im Beitrag zur Ladezeit einer Website; wie sich die Darstellung auf kleinen Bildschirmen verhält, behandelt der Beitrag zur mobilen Optimierung.

ElementÜbliche UmsetzungFür Kundschaft über 65
RufnummerIn der Fußzeile, klein gesetzt, als Teil der AdresszeileIm ersten Bildschirmausschnitt, in Überschriftengröße, als Telefonlink
ÖffnungszeitenAuf der Kontaktseite, als Tabelle mit allen SonderfällenDirekt neben der Rufnummer, in ganzen Sätzen, mit Hinweis auf die Mittagspause
AnfahrtEingebettetes Kartenbild ohne begleitenden TextStraße, Hausnummer und Ort im Klartext, dazu Haltestelle, Parkplatz und der Weg zur Tür
KontaktformularAcht Felder inklusive Anrede, Firma und BetreffDrei Felder: Name, Rufnummer und ein Zeitfenster für den Rückruf
NavigationAusklappmenü über drei Ebenen, Symbole ohne BeschriftungFünf beschriftete Punkte in einer Ebene, dauerhaft sichtbar

Formulare: jedes Pflichtfeld kostet eine Anfrage

Ein Kontaktformular ist für viele Betriebe der bequemste Weg, weil die Anfrage sortiert ankommt. Für ältere Kundschaft ist es die höchste Hürde der ganzen Seite. Pflichtfelder mit roten Sternchen, eine Auswahlliste für die Anrede, ein Betrefffeld ohne Vorgabe, dazu eine Datenschutzzustimmung, die man erst findet, wenn das Absenden fehlschlägt: Jeder dieser Punkte ist eine Stelle, an der jemand aufgibt und stattdessen nichts tut. Wie weit sich ein Formular kürzen lässt, ohne dass die Anfrage unbrauchbar wird, zeigt Kontaktformular mit weniger Feldern.

  1. Drei Felder als Regelfall: Name, Rufnummer, gewünschtes Zeitfenster. Alles Weitere klärt der Rückruf in zwei Minuten.
  2. Keine Auswahlliste für die Anrede. Sie bringt dem Betrieb nichts und kostet den ersten Klick an der empfindlichsten Stelle.
  3. Fehlermeldungen in Worten statt in roten Rahmen: „Bitte tragen Sie noch eine Rufnummer ein“ hilft, ein farbiges Feld ohne Text hilft nicht.
  4. Die Datenschutzzustimmung steht sichtbar über der Absendeschaltfläche, nicht darunter und nicht in einer zugeklappten Zeile.
  5. Nach dem Absenden folgt ein Satz, der sagt, was jetzt passiert und bis wann – auf derselben Seite, nicht nur als E-Mail.

Wo ein Formular an seine Grenze kommt, ist die Terminvergabe. Eine Online-Terminbuchung nimmt Ihnen Anrufe ab, aber sie ersetzt das Telefon bei dieser Zielgruppe nicht, sie tritt daneben. Wann sich der Aufwand lohnt, beschreibt der Beitrag zur Online-Terminbuchung. Für eine Seite mit überwiegend älterer Kundschaft gilt dabei eine zusätzliche Regel: Neben jedem Buchungsschritt steht die Rufnummer, mit der sich derselbe Termin telefonisch vereinbaren lässt.

Was eine Website nicht leisten kann

Eine Seite ersetzt weder Beratung noch Anprobe noch Hausbesuch. Sie kann Fragen vorbereiten, Wege abkürzen und Vertrauen aufbauen – das Gespräch führt sie nicht. Versprechen Sie deshalb nichts, was erst im Termin entschieden wird: keine Preise ohne die zugehörigen Bedingungen, keine Lieferzeiten ohne Vorbehalt und keine Aussage über eine Kostenübernahme, die von der Krankenkasse abhängt. Bei älterer Kundschaft wiegt eine enttäuschte Erwartung schwerer, weil der Weg zu Ihnen aufwendiger war als ein Klick.

Adresse, Anfahrt und Zeiten im Klartext

Ein eingebettetes Kartenbild wirkt modern und ist für einen Teil Ihrer Kundschaft eine leere Fläche. Wer die Bedienung einer Karte nicht gewohnt ist, sieht einen Ausschnitt ohne Zusammenhang; wird die Karte aus Datenschutzgründen erst nach einem Klick geladen, sieht er zunächst überhaupt nichts. Die Antwort darauf ist kein Verzicht auf die Karte, sondern ein Textblock darüber: Straße und Hausnummer, Ort, die nächste Haltestelle mit Liniennummern, die Parkmöglichkeit und ein Satz zum Weg von dort bis zur Tür. Dieselben Angaben gehören in Ihr Google-Unternehmensprofil, damit sie auch außerhalb Ihrer Seite stimmen.

Adresse als Text

Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort in einer eigenen Zeile, nicht nur als Beschriftung im Kartenbild. Wer sie abschreiben oder am Telefon vorlesen will, muss sie sehen können.

Zeiten ohne Sonderfälle

Vier Zeilen für die Woche genügen. Abweichungen an Feiertagen stehen darunter in einem Satz, nicht in einer zweiten Tabelle mit Fußnoten.

Der Weg zur Tür

Erdgeschoss oder erste Etage, Stufen oder Rampe, Klingel oder offene Tür. Diese drei Angaben entscheiden bei eingeschränkter Beweglichkeit über den Besuch.

Rückweg ins Telefonat

Unter jedem Abschnitt mit Einzelheiten steht die Nummer für den Fall, dass eine Frage offenbleibt. Das ist kein Eingeständnis, sondern der kürzeste Weg zum Auftrag.

Diese Angaben sind auch für die Angehörigen wichtig, die häufig mitrecherchieren und den Termin ausmachen. Bei Pflegethemen wird das besonders deutlich, wie der Beitrag zur Website für einen ambulanten Pflegedienst zeigt: Die Seite wird von der Tochter gelesen und vom Vater angerufen. Schreiben Sie deshalb so, dass beide etwas damit anfangen können – und verzichten Sie auf eine Zwischenüberschrift „Für Angehörige“, nach der niemand sucht.

Die Frage am Telefon lautet fast nie „Was kostet das?“. Sie lautet „Kann ich einfach vorbeikommen?“ – und sie wird gestellt, weil die Website die Antwort schuldig geblieben ist.

Webstart, aus der Projektarbeit mit kleinen Betrieben

Was das für den Umfang Ihrer Seite bedeutet

Aus all dem folgt kein größeres Projekt, sondern ein kleineres. Eine Seite für überwiegend ältere Kundschaft braucht weniger Unterseiten, weniger Effekte und weniger Text je Seite – dafür mehr Sorgfalt in der Reihenfolge. Welche Seiten unverzichtbar sind, listet der Beitrag zu den fünf wichtigsten Seiten einer Website auf; für diese Zielgruppe verschieben sich lediglich die Gewichte.

  1. Startseite mit Rufnummer, Zeiten, einem Satz zum Angebot und der Adresse – in genau dieser Reihenfolge.
  2. Leistungsseite in normaler Sprache, mit den zwei oder drei Punkten, nach denen tatsächlich gefragt wird.
  3. Kontaktseite mit Anfahrt im Klartext, kurzem Formular und einer zweiten Nennung der Rufnummer.
  4. Eine Seite über den Betrieb mit Foto des Teams und der Ladentür, weil Wiedererkennung hier mehr wiegt als jede Suchmaschinenoptimierung.
  5. Impressum und Datenschutzhinweise, lesbar gesetzt und nicht in acht Punkt Schriftgröße am Seitenende versteckt.

Der Aufwand liegt nicht in der Technik, sondern im Text. Ein Satz, den man einmal laut vorlesen kann, ohne zu stolpern, ist fertig; einer, bei dem man absetzt, ist es nicht. Genau das ist der Punkt, an dem bei dieser Zielgruppe Anfragen entstehen oder ausbleiben. Wenn Sie diesen Teil abgeben möchten, sind die Website-Texte dafür gedacht.

So gehen Sie es an

Beginnen Sie nicht mit dem Aussehen, sondern mit einer Liste der fünf Fragen, die am Telefon am häufigsten kommen. Diese fünf Fragen sind Ihre Startseite, alles andere ordnet sich darunter. Wer gerade erst anfängt, findet die Reihenfolge der ersten Wochen im Beitrag Website nach der Gewerbeanmeldung; wer eine bestehende Seite umbaut, kann mit denselben fünf Fragen entscheiden, was auf der Startseite bleiben darf und was eine Ebene tiefer gehört.

Danach folgt die Entscheidung über den Umfang. Eine Seite mit vier bis sechs Unterseiten, klarem Aufbau und wenigen Elementen ist für diese Zielgruppe nicht die Sparversion, sondern die passende Größe. Welche Zusammenstellung dazu passt, zeigt die Übersicht der Pakete. Der Umfang bestimmt den Preis – und er wird hier kleiner statt größer, weil jede zusätzliche Seite eine zusätzliche Abzweigung ist.

Der nächste Schritt

Die Starter-Website hat einen festen Umfang und trifft damit genau den Zuschnitt, um den es hier geht: wenige Seiten, klare Reihenfolge, Rufnummer und Zeiten an erster Stelle. Wenn Sie unsicher sind, welche Inhalte auf die Startseite gehören, bringen Sie die fünf häufigsten Telefonfragen mit ins Gespräch – eine Nachricht über Kontakt genügt, Unterlagen brauchen Sie dafür keine.

Quellen und Studien

Dieser Beitrag beruht auf Daten des Statistischen Bundesamts zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien: Pressemitteilung Nr. N014 vom 2. März 2026, Zahl der Woche Nr. 09 vom 24. Februar 2026, Pressemitteilung Nr. N017 vom 10. April 2025 sowie die Tabelle „Ausgewählte Internetaktivitäten von Personen nach Alter“ mit Stand vom 23. September 2026. Die Werte zu Textvergrößerung, Tippzielgröße und Kontrast stammen aus den Web Content Accessibility Guidelines 2.2 des W3C. Jede Zahl ist mit Tieflink und wörtlichem Zitat im Feld belege hinterlegt.

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