Kurz und einfach erklärt
Dieser Beitrag klärt, ob Preise auf Ihre Website gehören. Das fragen sich viele kleine Betriebe.
Eine Seite ganz ohne Preis kann schaden. Es kommen Anfragen, die nicht zum Budget passen. Andere Kunden suchen gleich weiter.
Es gibt viele Wege, einen Preis zu zeigen. Möglich sind ein fester Preis, eine Spanne, Pakete oder ein Beispiel.
Steht ein Preis auf der Seite, gelten Regeln. Für Privatkunden zählt in der Regel der Preis mit Steuer. Zusatzkosten stehen direkt daneben.
Nennen Sie auch den Stand Ihrer Preise. Wir helfen Ihnen, Ihre Preise klar auf die Seite zu bringen.
Die Frage kommt in fast jedem Erstgespräch, meist gegen Ende: Sollen die Preise auf die Website oder besser nicht? Dahinter stehen zwei Sorgen, die sich widersprechen. Die eine: Wer den Preis sieht, meldet sich gar nicht erst. Die andere: Wer keinen Preis findet, hält den Betrieb für teuer und sucht weiter. Beide Sorgen sind berechtigt, und keine pauschale Antwort passt auf jede Leistung. Die vorliegenden Erhebungen zeichnen dabei ein klares Bild: In einer Auswertung von 500 Handwerker-Websites aus fünf Gewerken in fünf Großstädten nannten rund 88 Prozent (Deutsche Handwerks Zeitung) überhaupt keinen Preis, nur etwa 8 Prozent (Deutsche Handwerks Zeitung) boten einen Preisrechner für eine erste Schätzung an. Gleichzeitig zeigt die Forschung zum Kaufabbruch, wie empfindlich Menschen auf unklare Kosten reagieren: 40 Prozent (Baymard Institute) derjenigen, die einen Bestellvorgang abgebrochen haben, nennen zu hohe Zusatzkosten für Versand, Steuern oder Gebühren als Grund. Dieser Beitrag beantwortet die Frage differenziert: welche Preisform zu welcher Leistung passt, was die Preisangabenverordnung verlangt, sobald eine Zahl auf der Seite steht, und wie Sie Preise formulieren und später anpassen, ohne Vertrauen zu verlieren. Wir machen es selbst vor - unsere Preise stehen offen auf der Seite, Festpreis ab 290 Euro netto und Abo ab 39 Euro im Monat.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Seite ohne jede Zahl filtert nicht: Sie zieht Anfragen an, deren Budget von vornherein nicht passt, und verliert gleichzeitig Interessenten, die kein langes Angebotsverfahren wollen.
- Es gibt mehr als zwei Möglichkeiten: Festpreis, ab-Preis, Preisspanne, Paketstufen, Stundensatz mit typischer Dauer oder ein durchgerechnetes Preisbeispiel - je Leistung entschieden.
- Sobald eine Zahl auf der Seite steht, gilt die Preisangabenverordnung: Gesamtpreis einschließlich Umsatzsteuer gegenüber Verbrauchern, Zusatzkosten direkt daneben, ab-Preise nur, wenn es sie wirklich gibt.
- Preise verändern sich: Wer den Preisstand pflegt, Stichtage nennt und Angebote befristet, kann erhöhen, ohne dass es nach Willkür aussieht.
Warum die Frage fast jedes Erstgespräch begleitet
Hinter der Frage stehen zwei Sorgen, die sich gegenseitig widersprechen. Die erste: Ein sichtbarer Preis schreckt ab, bevor überhaupt ein Gespräch zustande kommt. Die zweite: Ohne Preis wirkt der Betrieb unnahbar, und wer vergleichen möchte, klickt weiter. Beide Beobachtungen stimmen - sie treffen nur unterschiedliche Menschen. Wer knapp kalkuliert, sucht die Zahl und geht ohne sie. Wer Wert auf Sorgfalt legt, sucht ebenfalls eine Einordnung, weil er wissen möchte, ob er hier in der richtigen Größenordnung unterwegs ist. Eine Seite ganz ohne Zahl trifft damit beide Gruppen: Sie zieht Anfragen an, deren Budget von Anfang an nicht zum Angebot gepasst hat, und sie verliert zugleich Interessenten, die kein Angebotsverfahren mit drei Telefonaten und einem Ortstermin durchlaufen wollen, nur um eine Hausnummer zu erfahren. Wie unterschiedlich Abrechnungsmodelle wirken, zeigt schon der Vergleich zwischen Festpreis und Stundensatz: Der Festpreis nimmt dem Kunden die Unsicherheit ab, der Stundensatz verlagert sie zu ihm. Genau diese Unsicherheit entscheidet häufig darüber, wer sich meldet - und wer nicht.
Zeit für Anfragen ohne Budget
Jede Anfrage kostet Aufmerksamkeit: lesen, zurückrufen, Termin abstimmen, Angebot schreiben. Passt das Budget von vornherein nicht, ist die Arbeit erledigt, bevor das Gespräch beginnt.
Interessenten, die sich einordnen wollen
Viele Besucher suchen keine Punktlandung, sondern eine Größenordnung. Wer sie findet, bleibt und fragt an. Wer sie nicht findet, vergleicht auf der nächsten Seite weiter.
Der Preis sortiert vor, bevor Sie es tun
Eine Zahl auf der Seite übernimmt die Vorauswahl, die Sie sonst am Telefon treffen. Es bleiben seltener Anfragen übrig, die aber häufiger zum Angebot passen.
Es gibt Leistungen, bei denen eine feste Zahl kaum möglich ist: eine Sanierung im Altbau, ein individuelles Gutachten, eine Beratung mit offenem Umfang. Auch dort hilft eine Einordnung. Was bestimmt den Preis, in welcher Spanne bewegen sich vergleichbare Aufträge, was steckt im Grundumfang, was kommt gegebenenfalls dazu? Der Unterschied zwischen einem knappen „Preis auf Anfrage“ und einer erklärten Preisbildung ist für den Leser groß: Das eine wirkt wie eine verschlossene Tür, das andere wie eine Einladung zum Gespräch. Und je klarer die Leistungsseite beschreibt, wofür der Betrag steht, desto weniger Rückfragen entstehen - ein Effekt, den wir bei unseren eigenen Paketseiten regelmäßig beobachten.
Was die Zahlen zur Preistransparenz sagen
Die Ausgangslage ist gut dokumentiert. In einer Auswertung von 500 Websites aus fünf Bau- und Ausbaugewerken enthielten rund 88 Prozent (Deutsche Handwerks Zeitung) keinerlei Preisangabe, nur etwa 8 Prozent (Deutsche Handwerks Zeitung) boten eine erste Schätzung oder einen einfachen Preisrechner an, und lediglich 15 Prozent (Deutsche Handwerks Zeitung) beantworteten typische Kundenfragen überhaupt an einer Stelle der Seite. Wer eine belastbare Preisangabe macht, hebt sich in vielen Regionen also schon dadurch ab. Aus der Nutzungsforschung kommt die Gegenprobe: Nutzer bewerten Preisangaben als besonders hilfreiche Information, und fehlende Preise gehören zu den häufigsten Beschwerden über gewerbliche Websites (Nielsen Norman Group). Im Onlinehandel lässt sich derselbe Mechanismus sogar beziffern: 40 Prozent (Baymard Institute) derjenigen, die im Bestellvorgang abgebrochen haben, nennen zu hohe Zusatzkosten wie Versand, Steuern oder Gebühren als Grund, wobei Mehrfachnennungen möglich waren; die über rund 50 Studien gemittelte Abbruchquote im Bestellprozess liegt bei etwa 70 Prozent (Baymard Institute). Übertragen auf eine Dienstleistungsseite heißt das: Nicht der Grundpreis vertreibt Menschen, sondern das, was erst am Ende dazukommt. Wie stark nachvollziehbare Angaben auf Vertrauen einzahlen, zeigt auch der Beitrag zu Kundenbewertungen als Vertrauensbeweis.
Rechnen Sie es einmal für Ihre eigene Woche durch
Eine ehrliche Einordnung gehört dazu: Preise auf der Website erhöhen die Zahl der Anfragen nicht zwangsläufig. In manchen Fällen sinkt sie sogar, weil ein Teil der Leser sich selbst aussortiert. Was sich erfahrungsgemäß verändert, ist die Zusammensetzung: weniger Erstgespräche, die im Nichts enden, mehr Gespräche, in denen es um Umfang und Termin geht statt um die Frage, ob man überhaupt zusammenkommt. Ob dieser Effekt in Ihrem Markt eintritt, hängt von Wettbewerbslage, Leistungsbild und Zielgruppe ab und lässt sich nicht pauschal beziffern. Wer es prüfen möchte, kann klein anfangen: eine Preisspanne auf der wichtigsten Leistungsseite, drei Monate beobachten, dann entscheiden, ob daraus eine vollständige Preisseite wird.
Sechs Wege, einen Preis zu zeigen
Die Entscheidung lautet nicht „vollständige Preisliste oder Schweigen“. Zwischen beidem liegen mehrere Formen, die sich je nach Leistung unterschiedlich gut eignen. Standardisierte Arbeiten vertragen einen Festpreis, individuelle Aufträge eine Spanne oder ein durchgerechnetes Beispiel. Entscheidend ist, dass die gewählte Form zu Ihrer Kalkulation passt und dass Sie sie einhalten können: Eine Zahl, die im Angebot regelmäßig gerissen wird, richtet mehr Schaden an als gar keine Angabe. Prüfen Sie deshalb je Leistung, welche der folgenden sechs Formen tragfähig ist - eine Website darf durchaus mehrere davon kombinieren.
Festpreis für klar umrissene Leistungen
Wenn Umfang und Aufwand feststehen, ist der Festpreis die stärkste Form. Er beendet die Unsicherheit auf beiden Seiten und macht Ihr Angebot sofort einschätzbar.
ab-Preis als Einstieg
„Ab 290 Euro“ funktioniert, wenn es diesen Einstieg wirklich gibt und die Bedingungen daneben stehen. Sonst wird aus dem Einstiegspreis eine Enttäuschung im Erstgespräch.
Preisspanne von bis
Für Aufträge mit schwankendem Umfang. Nennen Sie beide Enden, den typischen Fall und die zwei bis drei Faktoren, die innerhalb der Spanne den Ausschlag geben.
Paketstufen mit klarem Umfang
Drei Stufen mit benanntem Leistungsumfang. Die mittlere wird häufig gewählt, weil sie den Vergleich vereinfacht - beschreiben Sie deshalb Inhalte statt Adjektive.
Stundensatz mit typischer Dauer
Ein Stundensatz allein sagt wenig. Erst die übliche Dauer macht ihn greifbar: „85 Euro je Stunde, eine Wartung dauert erfahrungsgemäß zwei bis drei Stunden.“
Durchgerechnetes Preisbeispiel
Ein echtes Referenzprojekt mit Positionen und Gesamtsumme. Das schafft Orientierung, ohne dass Sie sich auf eine feste Zahl für jeden künftigen Auftrag festlegen.
Wenn „Preis auf Anfrage“ bleiben soll
Preisangabenverordnung: was rechtlich gilt
Solange keine Zahl auf der Seite steht, verlangt das Preisrecht von den meisten Betrieben nichts. Sobald Sie jedoch mit Preisen werben oder Leistungen unter Angabe von Preisen anbieten, greift die Preisangabenverordnung (Preisangabenverordnung). Ihr Kern ist schnell erzählt: Gegenüber Verbrauchern ist der Gesamtpreis anzugeben, also der Betrag einschließlich Umsatzsteuer und aller sonstigen Preisbestandteile (Preisangabenverordnung). Ein reiner Nettobetrag auf einer Seite, die sich an Privatkunden richtet, ist damit angreifbar - auch dann, wenn irgendwo im Fußbereich ein Hinweis auf die Umsatzsteuer steht. Für Waren kommen die Angabe von Fracht-, Liefer- und Versandkosten sowie bei Fertigpackungen der Grundpreis nach Gewicht oder Volumen hinzu (Preisangabenverordnung). Einzelne Branchen haben eigene Anforderungen, etwa aushängende Preisverzeichnisse in Gastronomie und Beherbergung. Verstöße sind kein Kavaliersdelikt: Preiswerbung gehört zu den regelmäßig beanstandeten Themen in der Wettbewerbspraxis (Wettbewerbszentrale), und irreführende Preisangaben sind zugleich ein Fall für das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb). Welche Pflichtangaben sonst noch auf jede Unternehmensseite gehören, steht im Beitrag zur Impressumspflicht.
- Gesamtpreis gegenüber Verbrauchern: eine Zahl einschließlich Umsatzsteuer, keine Rechenaufgabe für den Leser
- Zusatzkosten direkt daneben: Anfahrt, Versand, Entsorgung, Material oder Pauschalen dort nennen, wo der Preis steht
- Grundpreis bei Waren nach Gewicht oder Volumen, damit sich unterschiedliche Mengen vergleichen lassen
- Rabattwerbung mit Bezug: Bei Preisermäßigungen für Waren gehört der günstigste Gesamtpreis der vergangenen 30 Tage dazu
- Nettopreise nur im reinen Geschäftskundenbereich und dort eindeutig als Nettobeträge gekennzeichnet
- Kleinunternehmer: Preise ohne ausgewiesene Umsatzsteuer, dafür mit einem kurzen Hinweis auf die Regelung
ab-Preise brauchen einen echten Fall
Richtet sich Ihr Angebot ausschließlich an Geschäftskunden, dürfen Sie Nettopreise nennen. Dann gehört ein eindeutiger Hinweis dazu, etwa „alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer“. Heikel wird es bei gemischten Zielgruppen, und das ist bei kleinen Betrieben der Normalfall: Sobald sich dieselbe Seite auch an Privatkunden richtet, gelten die Verbraucheranforderungen. In der Praxis lösen wir das mit zwei Angaben in derselben Zeile - der Bruttobetrag als Gesamtpreis, der Nettobetrag in Klammern für Gewerbekunden - oder mit getrennten Seiten, die jeweils eine Zielgruppe ansprechen. Wichtig ist, dass der Leser nicht selbst rechnen muss und dass Website, Angebot und Rechnung dieselbe Zahl tragen.
Für Kleinunternehmer gilt eine eigene Logik. Wer die Regelung nach Paragraf 19 des Umsatzsteuergesetzes nutzt, weist keine Umsatzsteuer aus; die maßgeblichen Grenzen liegen seit 2025 bei 25.000 Euro (Umsatzsteuergesetz) Vorjahresumsatz und 100.000 Euro (Umsatzsteuergesetz) im laufenden Jahr. Auf der Website bedeutet das: Der genannte Betrag ist der Endbetrag, ein Zusatz wie „zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer“ wäre schlicht falsch. Sinnvoll ist ein kurzer Satz unter der Preistabelle, etwa „Als Kleinunternehmer nach Paragraf 19 Umsatzsteuergesetz weisen wir keine Umsatzsteuer aus.“ Wer trotzdem Umsatzsteuer ausweist, schuldet den ausgewiesenen Betrag (Umsatzsteuergesetz) - ein teurer Fehler, der sich mit einer sauberen Formulierung vermeiden lässt. Wer zusätzlich Waren verkauft, findet die Besonderheiten im Beitrag zum kleinen Onlineshop für Kleinunternehmer.
Formulierungen, die im Preisblock funktionieren
Die meisten Preisseiten scheitern nicht am Betrag, sondern an der Sprache drumherum. „Günstige Preise“, „faire Konditionen“ oder „individuelle Angebote“ sagen nichts, kosten aber Platz und Glaubwürdigkeit. Eine gute Preisangabe beantwortet vier Fragen in einem Zug: Was kostet es, was ist enthalten, was kommt gegebenenfalls dazu, und wie geht es weiter? Die folgende Gegenüberstellung zeigt typische Formulierungen aus der Praxis und jeweils eine Fassung, die dem Leser weiterhilft. Wer den Ton der eigenen Seite treffen möchte, findet die Grundlagen im Beitrag zu verständlichen Website-Texten; die Preistabelle selbst schreiben wir auf Wunsch im Rahmen der Website-Texte mit.
| Statt dieser Formulierung | Besser so | Warum das wirkt |
|---|---|---|
| Preise auf Anfrage | Ab 290 Euro netto, typische Projekte liegen zwischen 290 und 790 Euro | Der Leser kann sich einordnen und meldet sich mit passender Erwartung |
| Günstige Preise für jedes Budget | Fünf Seiten, Texte eingepflegt, Kontaktformular: 490 Euro | Nachprüfbare Angaben ersetzen eine Floskel, die jeder Anbieter verwendet |
| ab 39 Euro | Ab 39 Euro im Monat, 12 Monate Laufzeit, Hosting und Pflege enthalten | Bezugsgröße und Laufzeit verhindern Rückfragen und Enttäuschungen |
| zzgl. Anfahrt | Anfahrt im Umkreis von 15 Kilometern enthalten, darüber hinaus 0,50 Euro je Kilometer | Zusatzkosten stehen dort, wo der Preis steht - wie es die Preisangabenverordnung verlangt |
| Preise inkl. | Alle Preise verstehen sich einschließlich 19 Prozent Umsatzsteuer | Der Gesamtpreis ist eindeutig, der Leser muss nicht selbst rechnen |
| Sonderpreis: 99 statt 149 Euro | Aktionspreis 99 Euro, günstigster Preis der vergangenen 30 Tage: 129 Euro | Rabattangaben bleiben nachvollziehbar und halten der Preisangabenverordnung stand |
Bleibt der häufigste Einwand: „Dann sieht der Wettbewerb meine Preise.“ Das stimmt - er sieht sie ohnehin. Wer wissen will, was Sie nehmen, stellt eine Anfrage, fragt einen gemeinsamen Kunden oder liest Ihr Angebot bei ihm auf dem Tisch. Der Preis ist selten das Geheimnis, für das er gehalten wird. Interessanter ist die Umkehrung: Eine erklärte Preisangabe zwingt zur Klarheit über die eigene Kalkulation und macht den Wert der Leistung sichtbar. Wer 490 Euro nimmt und daneben schreibt, was dafür entsteht, verkauft nicht über den Preis, sondern über den Umfang. Dieselbe Offenheit hilft übrigens bei der Personalsuche: Stellenanzeigen mit Gehaltsangabe bekommen erfahrungsgemäß mehr passende Bewerbungen, wie der Beitrag zur Karriereseite für kleine Betriebe zeigt.
Ein Preis auf der Website beantwortet die Frage, die ohnehin jeder Interessent stellt - nur früher, für beide Seiten günstiger und ohne dass jemand dafür zum Hörer greifen muss.
Preise erhöhen, ohne Vertrauen zu verspielen
Wer Preise zeigt, muss sie pflegen - und das ist der Punkt, an dem viele zurückschrecken. Dabei ist die Anpassung weniger heikel als der Zustand davor. Die Verbraucherpreise stiegen 2022 um 6,9 Prozent (Statistisches Bundesamt) und 2023 um 5,9 Prozent (Statistisches Bundesamt), 2024 lag die Teuerung bei 2,2 Prozent (Statistisches Bundesamt). Ein Betrag, der seit vier Jahren unverändert auf der Seite steht, ist deshalb meist kein Beweis für Beständigkeit, sondern für fehlende Pflege - und im Zweifel eine irreführende Angabe, sobald im Angebot eine andere Zahl auftaucht. Kunden nehmen eine begründete Erhöhung erfahrungsgemäß gelassen hin, solange sie angekündigt wird, einen Stichtag hat und für laufende Aufträge nicht rückwirkend gilt. Heikel wird es dort, wo die Website eine Zahl trägt und das Angebot eine andere.
- Stichtag festlegen: ein Datum, ab dem die neuen Preise gelten, mit genügend Vorlauf für Angebote, die schon draußen sind
- Angebote befristen: Ein Satz wie „Dieses Angebot gilt 30 Tage“ gehört ab sofort in jedes Dokument, dann trägt sich die Erhöhung von selbst
- Bestandskunden zuerst informieren: eine kurze Nachricht mit Grund und Stichtag, bevor der neue Betrag auf der Seite steht
- Begründung in einem Satz: gestiegene Material- oder Energiekosten, erweiterter Leistungsumfang - konkret statt allgemein
- Alle Stellen gleichzeitig ändern: Preisseite, Paketseite, Formulare, Angebotsvorlagen und Aushänge tragen dieselbe Zahl
- Preisstand sichtbar machen: Ein Hinweis wie „Stand: August 2026“ unter der Tabelle nimmt der Frage nach der Aktualität die Schärfe
Wer die Zahlen pflegt, entscheidet über die Wirkung
So bringen wir Ihre Preise auf die Seite
Wir bauen Websites zum Festpreis und halten uns dabei an unsere eigene Empfehlung: Was wir kosten, steht auf der Preisseite - Festpreis ab 290 Euro netto, Website-Abo ab 39 Euro im Monat, jeweils mit Leistungsumfang daneben. Für Ihre Seite heißt das: Wir klären zuerst, welche Preisform zu Ihrer Kalkulation passt, bauen daraus eine Preistabelle oder einen Paketblock und formulieren die Hinweise so, dass sie den Anforderungen der Preisangabenverordnung entsprechen. Welche Pakete sich als Grundlage eignen und was jeweils enthalten ist, sehen Sie in der Übersicht. Die Texte rund um die Zahlen - Leistungsbeschreibung, Bedingungen, Beispiele - entstehen im Rahmen unserer Website-Texte, die spätere Anpassung läuft über die Website-Pflege.
- Kalkulation sichten: Was kostet eine typische Leistung, welche Faktoren treiben den Preis, wo liegt Ihre Untergrenze
- Preisform wählen: Festpreis, Spanne, Paketstufe, Stundensatz mit Dauer oder Preisbeispiel - je Leistung entschieden, nicht pauschal
- Preisblock aufbauen: Tabelle oder Paketkarten mit Leistungsumfang, Zusatzkosten und einem klaren nächsten Schritt
- Rechtliche Hinweise setzen: Gesamtpreis, Umsatzsteuer, Zusatzkosten, Kleinunternehmerhinweis und Preisstand an der richtigen Stelle
- Anfrageweg anschließen: ein kurzes Formular direkt unter der Tabelle, damit aus der Einordnung eine Anfrage wird
- Pflege verabreden: wer ändert die Zahlen, in welchem Rhythmus wird der Preisstand geprüft, wer gibt frei
Ehrliche Einordnung
Quellen und Studien
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